Sonntag, 5. Februar 2012

Ach du meine Güte...

Wir tun jetzt einfach mal so, als wären nicht schon knapp 4 Monate vergangen, seit ich wieder im schönen Berlin bin.
Versetzen wir uns zurück in die Zeit, als ich im ganz schön verregneten Schottland weilte. Mit Lord Reginald und Rosalinde-Schantall.

Nun waren wir also wieder im Bus. Schön warm war es da. Und der Regen, der gegen die Fensterscheibe prasselte, konnte uns ... nichts anhaben. 
Ab und zu hielten wir an um eine schöne Aussicht (haha, da kann ich immer wieder drüber lachen. Schöne Aussicht, haha) zu bewundern beziehungsweise uns eine schöne Aussicht vorzustellen.
Ursprünglich wollte der Fahrer uns noch zum Grab von Rob Roy (Liam Neeson in "Rob Roy") und zum William-Wallace-Monument. Da sich die anderen, mit denen wir fuhren, nicht  auskäsen konnten und uns die Zeit davon lief (man kann Schottland einfach nicht an einem Wochenende erkunden), fielen diese beiden Sachen weg. Ich war ein wenig geknickt. Ach William, irgendwann komm ich wieder und dann besuch ich deinen Turm. Warum ich von einem Turm rede? Nun, da ich ja wegen diverser Leute kein Foto davon machen konnte, müsst ihr auf das gute, alte Google zurückgreifen.
Kein Wallace, aber Hunger. Keine guten Bedingungen für die Weiterfahrt. Zumindest in dem letzten Punkt konnte Abhilfe geschafft werden.
Wir hielten an einem Gasthof, der berühmt ist für:

den haarigen "Hamish"
(Highland-Kühe nennt man auch Hairy Coo, was haarige Kuh bedeutet. Wer hätt's gedacht)
In dem Laden, neben Hamishs' Wiese gab es T-Shirts, Becher, Schals, Bücher, Besteck, Kuscheltiere und Seife (gut, die Seife hab ich nicht gesehen, aber ich könnt wetten, dass es so was da auch gibt) und noch vieles, vieles mehr. Aus irgendeinem Grund ist diese Kuh total berühmt und beliebt. Ich musste natürlich auch ein Foto machen. Bin ja schließlich Touri. Neben uns war gerade ein Familie dabei, ihn zu füttern. Im Laden konnte man gegen ein paar Pennys Kartoffeln erwerben. Die Leute waren so freundlich und gaben mir ein Stück ab. Meine Hand war ganz schön nass, nachdem Hamish sich die Kartoffel geangelt hatte. Witzig. Doch diese Idylle änderte sich schnell, als ein riesiger Reisebus auf den Parkplatz fuhr, die Türen öffnete und Frauen und Männer mit Fotoapparaten auf den armen Hamish zustürzten und knipsten was das Zeug hielt. Die eine Frau stolperte sogar, weil sie so hetzte. Solche Bilder kannte ich bis dato nur aus dem Fernsehen, wenn sie kleine Mädchen gezeigt haben, die zu einem Tokio Hotel-Konzert wollten.
Nachdem die Speicherkarten der Kameras voll waren, stapften alle zufrieden zurück in den Bus, der schloss seine Pforten  und schon waren wir wieder allein mit Hamish. Nach dem ganzen Startrubel hatte auch ich Hunger und so gingen wir in den Gasthof um eine Suppe zu schlürfen.
Lord Reginald und Rosamunde-Schantall hatten noch vor Fahrtantritt Brote, Wurst und Käse gekauft um   nicht ganz so viel Geld für Essen ausgeben zu müssen und den kleinen Hunger zwischendurch. Da wir aber weder Messer noch Butter oder ähnliches hatten, gestaltete sich die Angelegenheit etwas trocken.
Zum Glück gab es bei Hamish Selbstbedienung und so gingen wir abwechselnd zum Besteck- und Dipstand. Am Ende waren wir um zwei Messer und 15 Mayonnaise- und Senf-Päckchen (so wie die von Burger King) reicher.
Und so ging es weiter. Der nächste Stop war an einem wunderschönen Fluss. Es rauschte nur so dahin.




Das war das.

Wir fuhren weiter. An Feldern und Seen vorbei, durch Wälder und kleine Dörfer. Viele von uns schliefen oder genossen diese schöne Aussicht (haha), während der Busfahrer entweder irgendwelche berühmten Schlachten aufzählte (es gibt davon in Schottland eine Unmenge) oder Dudelsackmusik dudeln ließ.

(Hey, das gleiche trage ich heute auch ;) )





Die Fahrt ging direkt durch's Moor (Rannoch Moor)
                                      
nach Glencoe, wo 1692 das berühmte Massaker am MacDonald-Clan verübt wurde. Wer mehr wissen will, klicke nun auf diesen Link über das Massaker von Glencoe, es ist zu kompliziert, als dass ich es hier erklären könnte. Auf jeden Fall ging es um Diebstahl und viele, viele Tote.
Ich weiß, ich lache und es ist eigentlich kein Ort zum Lachen. Aber sogar in der Broschüre steht: man soll dort einen kleinen Spaziergang machen und Fotos. Zumindest Fotos haben wir gemacht...
Unser Schotte/Busfahrer
Auf dem Weg nach Fort William machten wir nur noch einen Zwischenstopp, der auch nicht übel war.
Die Straße führte wieder durch bekanntes Gelände wie Wald und Moor, um uns dann einen Blick auf dieses Gehöft zu gewähren:

Ich hab es leider erst zu spät mitbekommen... und der Bus hat ganz schön gewackelt. Schade
In diesem Haus hat ein gewisser James M. Barrie drei kleinen Jungen eine Geschichte von einem anderen Jungen erzählt, der niemals erwachsen wird. Genau. Ich rede von Peter Pan. In diesem Haus soll es geschehen sein. Wahnsinn, sag ich euch.
Doch das war nicht unser Halt.
Nee, der letzte Stop an diesem Tag war erneut eine Burg:

Na, macht's klick? Ansonsten hier klicken (ab 1:34)
Dies ist die Schluss-Szene aus dem Kokosnuss-Movie! Man kommt auch Tatsächlich nur mit einem Boot zu der Burg. Unser Fahrer erzählte, dass dort auch tatsächlich noch immer ein Lord wohnt und er das wohl super chic eingerichtet hätte. Leider, leider, leider konnten wir nicht hinüber und ihn besuchen...

Montag, 24. Oktober 2011

Wer hat die Kokosnuss?

Weiter ging es. Nach Doune Castle! Ich war richtig dolle aufgeregt und als wir ankamen, hab ich vor lauter Vorfreude mein Geld im Bus vergessen und musste noch einmal zurück laufen. Natürlich durch Matsch und Regen. War mir so schnurz. Warum ich mich so gefreut hab?
Das ist DIE Burg, in der Monty Python ihren ersten Film "Monty Python and the holy Grail" (zu deutsch: "Die Ritter der Kokosnuss") gedreht haben. Am Eingang gab es natürlich Souvenirdinge:

Da freut sich jemand 
Das Bild ist verwackelt weil ich mich soooo freue.
 Solch schöne Bierflaschen. Hab aber keins davon getrunken, beim heiligen Gral

Da freut sich noch jemand .
Die Kokosnüsse gab's zum Audio Guide dazu. Um das richtige
Feeling zu bekommen, wenn man durch das Schloß streunt.
Dann holten wir uns die Audio Guides. Schöner ging es nicht, denn niemand anderer als Terry Jones (Mitglied der Pythons und einer der beiden Regisseure des Films) führte uns durch die Burg.
Ich glaube, der lustigste Audio Guide den ich je gehört habe. Ehrlich. Natürlich gab es auch den ganzen historischen Kram - blablabla -, was aber wohl viel witziger war, ist die Tatsache, dass man sich an jeder wichtigen Stelle (ein paar findet ihr hier unten:) Besonderheiten  des Drehs erklären lassen konnte und passend dazu wurden Sequenzen aus dem Film eingespielt. Wirklich gut.

Auf diesem Hof geschah das "Sir-Lancelot-Hochzeitsmassaker"...

Hier wartete Prinz Herbert auf seine Rettung und sang -beinahe- ein Lied dabei...

Der Raum zum ausgelassen sein. Nicht nur damals, in den "richtigen" Mittelalterzeiten. Hier wurde getanzt und Kinderwagen geschoben (laut letzter Textzeile)...

Da braucht man nicht viele Worte.
Die Zeit verging so schnell in diesen ehrwürdigen Mauern. Ich wollte gar nicht mehr weg. Aber der Bus wartete um uns an den nächsten mystischen Ort zu bringen, was mir persönlich sehr unsinnig vorkam. Man sagt doch immer, das Beste zum Schluss. Aber wir waren ja nun schon beim Highlight der Tour angelangt. Dennoch lohnt es sich weiter zu lesen. Viele spannende Dinge warten auf euch...

Das verlorene Wochenende...

Wir machen jetzt einen kleinen Zeitsprung.
Allerdings nicht so weit wie bei "Our Dynamic Earth". Wir gehen zurück zum 8. Oktober. An diesem "schönen" (es hat nicht eine Sekunde aufgehört zu regnen) Tag, hieß es wieder einmal früh raus. Kein Wunder das ich unter Schlafmangel leide. Auf jeden Fall, war dies nicht nur ein Samstag. Wir begannen eine Highland-Rundfahrt - an Rosamunde-Schantalls Geburtstag.
Los ging es wie am Freitag um 8:45. Unser Busfahrer war ein sehr lustiger Kauz. Ein echter Schotte halt. Inklusive Rock. Ob auch ohne Unterhose hab ich nicht gefragt - und hat sich auch kein anderer getraut. Nun gut, los ging es. Wir mussten zunächst noch nach Glasgow, meiner absoluten Lieblingsstadt, wie ihr bestimmt schon mitbekommen habt, und zwei Schweizer abholen.
Dann ging's schnurstracks (schön wär's gewesen) zum Loch Ness. Unser erster Stop war in Sterling. Klingt total spannend, ich weiß, aber wir sind nur 10 Minuten zum Pullern und im Souvenirshop stöbern gewesen. Die Burg von Sterling liegt auf einem Berg (Nachmacher. Die Leute von Edinburgh sind bestimmt zuerst auf die Idee gekommen, ihre Burg auf einem Berg zu bauen) und bietet im Normalfall einen zauberhaften Anblick den wir uns an besagtem Tag nur auf der Postkarte anschauen und draussen dann vorstellen konnten:
Was für ein imposanter Anblick, nicht wahr?
Ach, diese Aussicht - herrlich!!!

Der Typ auf dem Sockel ist übrigens Robert the Bruce - selbsternannter König der Schotten.
Also war er - jetzt gibt ihn nur noch im Film



Der Souvenirshop von Aussen...

... und von Innen mit Lord Reginald beim Shoppen - schicke Mütze!

Schnell waren die 10 Minuten um und wir mussten schweren Herzens weiter ziehen. An den Souvenirshop denke ich immer gerne zurück...

Auf dem Weg raus aus der Stadt und zu einer der coolsten Burgen ever kamen wir dann noch an dieser tollen Schule vorbei:



Schade, man kann es nicht so gut erkennen. Auf jeden Fall ist das nicht so ein einfallsloser  Schulname wie "Lessing-", "Goethe-" oder "Uschi-Obermaier"-Schule. Nee, da steht: "(William)-Wallace High School" 
Auf zur nächsten Attraktion...


Hier passierte...

... am 5. September 1782... Nichts!

The Big Lebowski und die Royal Yacht Britannia

Huuuuu.

Endlich Neues von der schusseligen Schottlandliebhaberin.
Meine letzte Woche ist angebrochen. Wie die Zeit vergeht. Kaum zu glauben, dass am Samstag schon alles vorbei sein soll.
Auf Arbeit läuft alles wie gehabt. Am Freitag helfe ich Almut in Aberdeen bei einer Konferenz und habe schon etwas Angst, dass ich dann Samstag verschlafe, denn um 5:30 los und 21:30 wieder in Edinburgh (und damit mein ich nicht von zu Hause los oder zu Hause ankommen. Oh nein, dann hab ich jeweils noch eine Stunde Busfahrt vor mir. Yeah) Nun gut, das hatten wir ja schon.
Cool war die Besichtigung letzte Woche in Glasgow. Fast wäre ich auch versucht gewesen Glasgow als gar nicht so hässlich zu empfinden. Aber nur fast. Zunächst bin ich mit der Almut in den Bus gestiegen, der uns aus dieser "tollsten-Stadt-überhaupt"-Edinburgh nach "einfach-nur-Glasgow" brachte. Die Sonne schien und es sah alles gar nicht so übel aus. Wir gingen in die Town Hall, wo wir uns die Bibliothek und eine Orchesterprobe ansahen. Die Bibliothek ist eigentlich nur eine kleine Abstellkammer mit, ich muss kurz überlegen, ja, 7 Regalen. Wirklich niedlich. Aber sie dient auch nur dem Glasgow-Orchester. Nach einer guten Stunde gingen wir nach Nebenan, dort befindet sich das "Scottish Music Center" das von jedem, der in Schottland lebt oder geboren wurde, die Musik, wenn man sie ihnen den freiwillig überlässt, verwahren und dem Volke zugänglich machen. Danach kam der Höhepunkt: BBC SCOTLAND! Ein wahnsinnig schönes Gebäude. Von innen her sieht es dem Grimm-Zentrum sehr ähnlich, so Stufenförmig. Dort hat mich dann auch wiederum jemand herumgeführt und mir gezeigt, wie Radiosendungen und Fernsehdokumentationen hier ausgeliehen und auch verkauft werden.
Da war die Welt noch in Ordnung

Leider musste ich viel zu früh gehen. Um den richtigen Bus nach Edinburgh zu erwischen. Wie ich dachte. Falsch gedacht. Ich sollte mit dem Stadtbus bis zur großen Busstation fahren und dort in den Überlandbus umsteigen. Almut musste schon früher los. Da meinte dann die nette Frau von der BBC-Bibliothek, dass es mit der Bahn viel einfacher sei (Glasgow hat eine U-Bahn) und ich nur bis Queen Street fahren müsste. Von da aus, sei es nicht mehr weit und ich hätte wesentlich mehr Zeit. Sie zeigte mir dann noch den Weg über eine Brücke und meinte am anderen Ende sei die Station. Klang super einfach. Das Foto (oben) entstand übrigens auf der Brücke.
Bei dem Anblick der Brücke wurde mir dann schon wieder bewusst, dass ich ja in Glasgow bin:

Also rein in die Bahnstation. Zunächst stand ich auf der falschen Seite, aber das ist kein Problem. Geh ich einfach auf die andere Seite. Dummerweise hat die Ticket-Verkäuferin genau in dem Moment Pause gemacht, sonst hätte sie mich früher auf meinen Fehler aufmerksam machen können. Nun ja, die Bahn kommt, Rike steigt ein, bezahlt beim Schaffner und sagt: "To Queen Street, please". Der Schaffner guckt blöd und gibt mir ein Ticket bis Argyle Street. Na, da will ich aber ganz sicher nicht hin. Bevor ich ihn fragen kann ist er weg. Da ich keinen Ärger machen will, steig ich Argyle Street aus. Und weiss gar nicht wo ich bin. Als ich auf den Plan, der da hängt schaue, sehe ich auch endlich meinen Fehler. Ich bin in die Regionalbahn eingestiegen und nicht in die U-Bahn. Und natürlich fährt die Regionalbahn nicht zur Queen Street. Dann bin ich wie eine verrückt durch die Strassen geirrt. Immer im Hinterkopf, dass ich den gebuchten Sitzplatz im Bus vergessen kann und noch mal 6 Pfund hinblättern muss. Dann das viele Hin und Her und die Strassen rauf und runter (kam mir alles so bekannt vor - nicht nur die Strassen, sondern auch die Situation. Wenn ich mich recht erinnere, war es letztes Mal genau das selbe) bin ich dann doch endlich angekommen. Zu meinem größten Erstaunen auch noch rechtzeitig. Yes, dachte ich mir und stieg ein um meine Fahrkarte knipsen zu lassen. Da hielt mich dann der Busfahrer zurück und meinte, ich bin erst für den Bus eine Dreiviertelstunde später gebucht. Ich schau auf mein Ticket und da steht tatsächlich 17:30. Statt 16:40, wie es auf dem Plan steht, den Almut mir ausgedruckt hatte. Super. Ich hätte also entweder noch etwas länger in der BBC sein und mir was schönes angucken können oder mich nicht abhetzen brauchen. Puh. Na, meine Sehnsucht nach Glasgow ist auf unbestimmte Zeit gestillt.
Aber ich will euch damit nicht weiter aufhalten (bin jetzt auch fertig).
Ach so, eins noch: seit 2 Wochen sind in der Nationalbibliothek auch noch zwei andere FaMI-Azubis aus Deutschland zum Praktikum. Franziska und Nina.

Nina (Mitte), Franziska (Rechts) et Moi (Links) :)
Die beiden sind sehr lieb, so in meinem Alter und kommen aus Neuss. Wir haben schon so einiges unternommen. Letztes Wochenende haben wir dann einen drauf gemacht. Hihi. Wir waren erst im Frankenstein-Keller (heisst wirklich so) und waren erstaunt über die schöne Dekoration bei der man sich wirklich fühlt, als wäre man am Set von Frankensteins Braut. Noch mehr erstaunt waren wir allerdings über die Musik und die Leute. Es liefen Katy Perry, Beyoncé und ja, auch der gute alte Justin Bieber. Dementsprechend auch das Klientel. Viele Mädchen mit trägerlosen Tops und Röcken, so lang wie ihr Po breit und Schuhen, deren Absätze mir bis zum Knie reichen. Von der Schminke wollen wir gar nicht erst reden. Ich hab mich also doch ganz schön gegruselt in der Frankenstein-Bar, was ja auch Sinn des Ladens sein sollte.
Dann wollte ich unbedingt noch in die "The Big Lebowski"-Bar. Wer den Film kennt, weiß, auf was sich diese Bar spezialisiert hat. Nein, kein Gras. Wie kommt ihr nur darauf? In einem Land wo rauchen als bemitleidenswerte Last betrachtet wird? Nein, aber White Russians. 29 verschiedene gibt es:

Ist jetzt nicht so gut getroffen, aber... 29 White Russians

Später waren wir dann noch im Whistlebinkies. Dort war ich schon öfter und jeden Abend treten dort mehrere Bands jeglicher Stilrichtung auf. An diesem Abend mussten wir das erste Mal bezahlen. Also Eintritt, meine ich. Nur um dann zu sehen, dass da ziemlich viele alte Leute auf der Bühne standen. Durchschnittsalter glaube ich lag bei 75. Franziska wurde dann auch gleich von einem, ja bestimmt so 55 jährigem Mann zum Tanzen aufgefordert. Und dann ging die Post ab. Leider haben sie sich zu schnell gedreht und haben den einen Tisch mit samt Bier und Gläsern umgeworfen. Irgendwann wurden wir dann rausgeworfen. Nicht wegen dem Tisch, aber es war Zapfenstreich und alle mussten gehen.
Am Samstag waren wir noch auf der Royal Yacht Britannia. Das langweiligste Ding überhaupt hier in Edinburgh. Oh mein Gott. Da wir aber zu dritt waren, war es allerdings ganz lustig, denn wir konnten Witze über das ganze machen. Der Audio Guide hat alles haarklein beschrieben:
"Dies ist eine Flügeltür. Sie ist aus Eiche. Öffnet man diese, wirken die Räume miteinander verbunden. Schließt man sie, können die Räume voneinander getrennt werden!" (ehrlich?) Oder: die Wohnzimmer der Queen und Prinz Philipps liegen sich direkt gegenüber: "Die Wohnzimmer sind durch einen Telefonanschluss miteinander verbunden. Der Schreibtisch des Prinzen ist aus Mahagoni und die Oberfläche mit rotem Leder bezogen. Das Bett ist eine Standardanfertigung und misst 200x120 cm." Wollt ihr noch mehr? Ich nicht. :) Es gab auch nur ein ganz kleines Bild von Harry. Wo er selbst auch noch ganz klein war. Mehr nicht. Dafür hab ich nun 10 Pfund bezahlt. Naja.

Das Schlafzimmer der Queen...

... und ihres Gatten

Das Schiff so halb von aussen. Dann war mein Akku leer

So. Das war nun mein letztes Wochenende hier. Und was fehlt? Natürlich immer noch der Loch-Ness-Monty-Python-Bericht. Wie lang so etwas dauert. Seit 3 Stunden sitze ich nun hier und schreibe mir meine kleinen Finger wund. Aber ich will wenigstens noch anfangen, denn der wer weiss, was die Woche noch so bringt... abgesehen vom Abflug und dem Trip nach Aberdeen...

Dienstag, 18. Oktober 2011

ein kleiner Hinweis auf kommendes:

Dazu ein Klick auf diesen Spam *und schon habt ihr des Rätsels Lösung


*für alle, die sich mit der Technik nicht so gut auskennen: das Wort Spam in der Bildunterschrift ist farblich gekennzeichnet und unterstrichen. Einfach anklicken und, äh, genießen... ist aber leider in english

Namen:

Nicht jeder meiner "Besucher" möchte mit richtigem Namen angeredet werden. Darum hier eine kleine List, um Verwirrungen zu vermeiden:



Katharina die Große et moi

Lord Reginald und Rosamunde-Schantall

Svenja / Svenni

Wo hab ich denn nur meine Liste?

Denn ich hatte mir eine gemacht. Damit ich noch ein paar wichtige Nacheintragungen vorbringen kann. Zuerst hatte ich überlegt, diese still und heimlich in den Text einzuarbeiten, aber das macht ja gar keinen Sinn. Weil ihr ja denkt, ihr hättet das alles schon gelesen (nicht wahr, habt ihr doch?) und dann lest ihr das ja nicht noch einmal. Wäre ja quatsch. Und dann schreib ich was lustiges und ihr lest das gar nicht und das wäre doppelt schlimm. Weil ihr etwas von meinem wunderbaren Witz verpasst und ich traurig bin, wenn ihr nicht mit mir mit lachen könnt. Das ist doch kein Zustand. Also ran an die Bouletten:
1. Als ich auf dem Arthur's Seat war und kurz eine Verschnaufpause einlegte, konnte ich zwei Sportler beobachten. Die gibt es dort zu hauf, dass ist nichts besonderes. Viele von diesen Knallköppen laufen (!) nach oben, tippen einmal den Stein auf dem Gipfel an und laufen dann schnurstracks wieder hinunter um wieder von vorne anzufangen. Diese beiden Exemplare waren aber noch durch geknallter. Zuerst machten sie einen Wettlauf zum Gipfel. Bis hierhin noch alles... "normal"... oder zumindest im Rahmen. Später sah man dann den einen den anderen tragen. Zuerst dachte ich, dass etwas passiert wäre und er nicht mehr laufen konnte. Doch nach einer kleinen Weile wurde ich, und auch ein paar andere Schaulustige, eines besseren belehrt. Denn nach der Hälfte der Strecke setzte der Läufer den getragenen ab und die Rollen wurden getauscht. Am gegenüberliegenden Hügel angelangt ging es gleich weiter mit Dehnübungen und Liegestütze. So richtig mit klatschen zwischen den Zügen. Ich wusste nicht ob, ich lachen oder weinen sollte, bei solch einer Wahnsinnstat. Ich hab mich dann entschieden, kopfschüttelnd aber schmunzelnd von dannen zu ziehen. Sah bestimmt sehr gekonnt aus.
2. Als meine Svenni hier war, ging es den einen Tag in einen Scherzartikelladen. Wir hatten uns mehr davon versprochen. Es gab das übliche Zeug wie Hundelosung, Plastik-Mageninnereien und abgehackte Finger. Beim Hinausgehen, auf der 'Push' stand, die sich aber nach Innen öffnete, sah ich an der Tür eine 1-Pfund-Münze aufblitzen und sagte: "Oh, das hat jemand einen Pfund verloren." Haha, da kommt der Witz: War natürlich festgeklebt. Svenni hat sich etwas über mich lustig gemacht. "Rike, das ist ein Scherzartikelladen!" Nach einer Weile meinte sie dann nachdenklich: "Ich dachte 'Push' heißt drücken, aber die Tür musste man gerade ziehen." Haha (so hieß auch der Laden, wie überaus passend), war natürlich nur ein Scherz von den Witzbolden in dem Laden. Tz.
3. Am Wochenende war meine Schwester da. Das war sehr schön. Wir waren noch einmal auf dem Schloß und in "Our Dynamic Earth", wo die Geschichte Schottlands beleuchtet wird. Ihr erinnert euch. Klar, das ist sonst ziemlich teuer, aber an diesem Wochenende hatte ich die Pässe bei mir, die mir und einer Person meiner Wahl freien Eintritt garantieren. Also, nichts wie hin. Da hab ich dann noch einmal ein bisschen geknipst. Einige Resultate seht ihr nun:

Edinburgh Castle

Wie gut, dass die nicht mehr in Benutzung ist...

Neben der Kammer, in der Maria Stuart ihr einziges Kind, James VI. von Schottland und James I. von England, der Souvenirshop, in dem man William Wallace und Robert the Bruce erwerben kann (der übrigens auch auf dem schottischen 10 Pfundschein abgebildet ist. Keine Queen)

In dem Ballsaal finden nun jeden Tag um 1 Hinrichtungen statt. Heute wie damals sehr gut besucht und ein wahrer Zuschauermagnet. Es wurde auch die Hand eines Diebes herumgereicht und eine Art Maulkorb mit integrierter Leine für geschwätzige Frauen. Aber keine Angst, der Typ der da baumelt ist nicht echt, er hat sich zumindest nicht bewegt. Bei dem Typen auf der Lanze bin ich mir nicht sicher... 

Danach dann zu "Our Dynamic Earth":
man wird in einen Fahrstuhl gesteckt der dann mit einem bis zum Urknall zurück reist. Dann kann man vom Raumschiff aus die Entstehung des Universums beobachten. Einen Vulkanausbruch (es dampft und die Erde wackelt und alles rot von Lava) und eine der vielen Eiszeiten. Danach wird man in die sumpfige Dinosaurier-Welt entlassen, mit dem wichtigen Hinweis:
Bitte nicht die Ursuppe berühren. Dies könnte den evolutionären Prozess verändern! Danke 
Da hat jemand sich nicht dran gehalten und die letzten Dodos zum Abendessen an die Tür gehangen

Der Eisberg. Als ich das erste Mal hier war, war er größer... Auch hier  macht die Klimaerwärmung keinen halt

letztes Mal konnte man in diesem Raum auch Polarlichter beobachten.  Gab's leider nicht. Aber dieses Motiv ist auch sehr schön. :)
Danach ging es dann in einen 4D-Film, in dem es wirklich auf uns hinunter schneite und dann der Astronautenfilm mit Ewan MacGregor.

Das war auch ganz schön anstrengend und auf jeden Fall genug für einen Tag. Am Montag hat es in strömen geregnet. Leider musste ich die Pässe früh wieder auf Arbeit abgeben. Nun ja. Wir steckten dann 2 1/2 Stunden im Elephant House - ich finde, es zeichnet sich schon eine Stamm-Café-Bildung ab. Als wir uns endlich aufraffen konnten, regnete es natürlich noch immer. Aber wir waren schlau und sind schnell gegenüber in das National Museum of Scotland. Blöd, dass es der erste Tag der Herbstferien war. Es waren ziemlich viele Kinder unterwegs und ich bin an viele Spielsachen gar nicht richtig ran gekommen. Fand ich voll gemein! Im Großen und Ganzen wie auch im Detail ist es aber ehr gut. Es gibt Musikinstrumente aus allen möglichen Ländern auszuprobieren und lustige Spiegel und Roboter.

Ganz schön frech

Fliegende Fische

Elfe? Kobold? - Natürlich ersteres! :)

Ein Abstecher im Souvenirshop darf nicht fehlen. Hier sehen Sie die neueste Wintermode. Der letzte Schrei! 
Nach so einem Tag ist man dann auch ganz schön geschafft. Kaffe beziehungsweise Tee trinken und noch in ein Museum. Puh. Darum sind wir dann erst mal einen Kaffe beziehungsweise Tee trinken gegangen. Um uns zu erholen. Allerdings nicht im Elephant House, wie der ein oder andere vielleicht vermutet hat. Der Plan war dann zum Hafen, also nach Leith zu fahren. Ich spiele immer noch mit dem Gedanken, mir die Royal Yacht Britannia anzuschauen. Allerdings hat das Schiff nur bis um 4 auf. Als wir dort ankamen sind wir auch erst einmal zum Mittag / Abendbrot übergegangen. Es war ein anstrengender Tag und wir waren schon so lange auf den Beinen... Auf dem Weg dorthin wurden wir zuerst von einem unglaublich netten Busfahrer komplett nass gespritzt. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle. Als wir aus unserem Bus in Leith dann ausgestiegen waren und die Strasse überquerten, achtete ich zu sehr auf die Autos (mach ich sonst nicht - man soll seine Gewohnheiten doch nicht ändern) und "übersah" die riesige Pfütze. Ich hatte gerade noch Zeit kurz aufzuschreien bevor ich bis zu den Knöcheln im Wasser stand. Ein äußert flüssiger Tag. Ich wünscht, dass könnte ich auch von meinem Konto behaupten.

Heute Morgen, äh, Nacht, ging dann aber auch schon wieder die Stippvisite von Katharina der Großen vorbei. Mein letzter Gast hier oben im Norden.
Doch, immerhin, nur noch 11 Tage, dann schnuppere auch ich wieder Berliner Luft (Mmmh, Hundemief). Die Zeit hier verging ziemlich schnell. Auf Arbeit heute allerdings nicht. Um 10 vor 3 machten wir uns auf den langen, dunklen Weg. Aber nicht nur dass ich dadurch heute schon um 15 Uhr nach Hause gehen konnte und von meinem Schreibtisch aus den Sonnenaufgang beobachtete, ich bin auch um eine wesentliche Erkenntnis reicher geworden: Niemals so früh aufstehen!!!!! Was ich leider an meinem letzten Tag hier tun muss. Denn gestern hatte ich frei. Aus dem einfachen Grunde, dass ich nächsten Freitag ganze 15 Stunden für die Arbeit auf den Beinen sein werde. In Aberdeen ist eine Konferenz zum Thema OPACs und danach kann ich mir noch die Universität anschauen. Eigentlich ganz hübsch, aber um 5:30 geht der Zug und um 21:28 sind wir dann erst wieder da. Wie auch immer....
Das Sudoku hab ich heute morgen nicht geschafft. Dann habe ich etwas von meinem Tee verschüttet. Als ich endlich wieder in der Stadt war und mir eine weitere heisse Schokolade holen wollte (es ist heute sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr kalt hier), wollte dann auch der Tee... na, ich habe mich auf jeden Fall in der Kabine sehr beengt gefühlt und bin dann mit meiner Hand gegen die Ecke des Klopapierhalters. Ein blauer Fleck, ein bisschen Abschürfung und eine kleine aber tiefe Wunde sind das Überbleibsel dieses morgendlichen Abenteuers. Denjenigen unter euch, die mich gut kennen, muss ich nun nicht noch erzählen, dass ich mit dem Kakao kleckerte, auf meine neue Leggins... Tja. So ist das.
Auf Arbeit war ich aber sehr tapfer und mein einer Kollege meinte am Ende, dass er das sehr erstaunlich findet, dass ich nicht eingeschlafen bin. Er wollte mich wecken, falls ich doch mit dem Kopf auf der Tastatur lande. Fand ich sehr nett, denn das hinterlässt immer so hässliche Abdrücke auf Stirn und Wange. Na, Aber ich hab's auf jeden Fall geschafft und nun ist es auch schon wieder Schlafenszeit und ich schon wieder zu lange wach. Dabei wollte ich unbedingt noch Tatort gucken.

Das habe ich sehr hübsch eingefädelt, habt ihr das bemerkt? Die Spannung auf das Loch Ness Monster steigt ins unermessliche. Aber das dann später in der Woche (noch etwas, dass ich dazu gelernt habe: nicht sagen, ich schreibe morgen, sondern demnächst).


Freitag, 14. Oktober 2011

"Küss mich, Kate"

... hat William wahrscheinlich genau hier gesagt:



Dieser hübsche Pavillon steht nämlich in St. Andrews, der Stadt in der sich die beiden kennen und lieben gelernt haben und wir unseren Freitags Ausflug hin gebucht hatten. Ich hoffe ihr verzeiht mir, dass ich kein Foto von der Plakette gemacht habe, die in dem Universitätsmuseum hing und auf eben diese Tatsache aufmerksam gemacht hat. Faszinierend, ich weiss. Aber der Reihe nach:
An besagtem Freitag, dem 7. Oktober, schien dann auch für uns die Sonne. Es ging um 8:45 los. Was eine kleine Schweinerei ist, denn ich musste an meinem wohlverdientem freien Tag sogar noch früher aufstehen als üblicherweise, ich wollte nämlich noch ein paar schöne Brote schmieren mit Mull-of-Kintyre-Käse*, Tomaten und Heidelbeermarmelade aus dem Lidl. Also ein Brot mit Käse und Tomaten und das andere mit Marmelade, sodass jeder zwei hatte. Klar soweit? Aber was halte ich euch hier mit Stullen schmieren auf...
Zwischendurch machten wir dann immer mal wieder in kleinen Fischerdörfern halt. Das heisst unser erster Halt war noch in Edinburgh, am Firth of Forth, dem Fjord von Edinburgh und wir schauten auf die Golden-Gate-Bridge-Europas. Unser Busmensch erzählte, dass, als die Brücke so um 1908 gebaut wurde, jemand dafür angestellt war, die Reste der Bauarbeiter, die von der Brücke fielen, wegzuräumen. Was für ein undankbarer Job.

Die Firth of Forth Bridge 
und unser Bus. Niedlich, oder?


Einer alten Geschichte nach, heißt es, dass jede Brücke, die über diesen Fjord gebaut wird, verflucht ist. Darum haben sie einfach das letzte Teil der Brücke nicht eingesetzt (ich nehme an, es war kein wichtiges, tragendes Teil) und somit ist sie keine wirkliche Brücke und seit über 100 Jahren geht alles gut. Da frage ich mich, ob die das bei der Autobrücke (denn die oben abgebildete ist nur für Züge) auch gemacht haben. Die steht seit den 1960ern und muss nun aber abgerissen und neu gebaut werden, weil sie langsam zu zerfallen droht. Prima.

So. Dann ging es in das Kingdom of Fife. Ich find es ganz lustig, denn es gibt auch eine Militärflöte die so heißt. Nicht Kingdom aber Fife. Ich hatte das gerade in dieser Woche gelernt und schwubs, taucht es wieder überall auf. Obwohl ich nicht glaube, dass das Königreich und das Musikinstrument etwas miteinander zu tun haben. Aber wer weiss!?
In dem einen Fischerort haben wir dann sozusagen eine kleine Teepause eingelegt. Und sind in ein umgebautes Wohnzimmer gestolpert. Es war urig. Ein brummiger älterer Herr scheint seine Rente etwas aufbessern zu wollen und bietet viele typisch schottische Leckerbissen an. Die Kanne Tee hat auch nur 80p gekostet. In dem Café des Jahres (so gut wie alles in diesem Ort hatte schon mal etwas gewonnen) 2004 kostete ein Kaffee glatt 3 Pfund. Halsabschneider. Aber so war es auch viel schöner und interessanter.
Danach ging es weiter nach St. Andrews. Unterwegs begegneten wir noch ein paar ausgebüchsten Schafen, die es sich in einem Salatfeld gemütlich gemacht hatten. Da lagen dann 10 Schafe zwischen den abgefressen Köpfen, genossen die Sonne und ihre voll gefressenen Mägen und drei frassen sogar noch fröhlich weiter. Der arme Bauer. Und der arme Schäfer, der dafür aufkommen muss.

St. Andrews ist ja auch das Golfer Paradies. Der Busfahrer sagte uns, dass wir unbedingt auf die eine Brücke des Golfplatzes gehen und ein Foto machen sollten. Jeder namhafte Spieler würde dort Werbefotos machen und es sei die berühmteste Brücke des Golfsports. Wenn wir es nicht für uns täten, so meinte er, wenigstens für unsere Freunde, um Eindruck zu machen. Da musste ich ein bisschen schmunzeln. Ich hoffe es fühlt sich jetzt niemand auf den Schlips getreten oder ich reite mich da jetzt selbst in etwas rein, aber ich glaube ich kenne niemanden der so wirklich an Golf interessiert ist. Hoffe ich. Das einzige, was ich an dem Ort noch ganz spannend fand, war das Sean Connery hier wohl öfter mal herkommt und das auch John Cleese hier studiert. Letzteres finde ich ja persönlich am besten. Für alle Unwissenden unter euch. John Cleese ist der lange von Monty Python! Es war ohnehin ein Monty Python geprägtes Wochenende. Doch dazu später mehr.
Die Stadt an sich ist so gut wie nur mit Studenten bevölkert. Was meinte der Fahrer noch gleich? Achja. St. Andrews hat 6.000 Einwohner. 2.000 sind Einheimische, der Rest ist Studenten. Natürlich kommen hier aber nur die ganz reichen Studenten her. Die meisten fahren wirklich sagenhafte Oldtimer und die super teuersten Schlitten. Die Jungs tragen alle Lackschuhe und Armani oder anderen Designer-Schnickschnack. Schrecklich. Viele Eltern kaufen (!) ihren Kindern hier ihr eigenes Haus, denn die Wohnheime dieser Eliteuni sind ja mit Sicherheit unterstes Niveau.
Schön fand ich noch die alte Burg, die nur noch in Ruinen zu sehen ist und nun als Friedhof dient. Und dann war es auch schon wieder Zeit für die Heimreise. Abends waren wir dann in Edinburgh noch in einer Bar und lauschten rockiger Musik. In dem Pub hingen viele Bilder von berühmten Leuten, wie John Lennon, Bob Geldorf, Bob Dylan, Jimi Hendrix und und und. Auch drei Song-Zitate von berühmten schottischen Musikern:

"Why does it always rain on me? Is it because I lied when I was seventeen" (Travis)
"Lochaber no more, Sutherland no more, Lewis no more, Skye no more" (The Proclaimers, die sind soooo witzig. Ihr müsst das mal youtuben. so schlecht, dass es schon wieder gut ist. Das Lied heisst Letters from America)
"..."(...)  An das letzte kann ich mich gerade nicht erinnern. Aber ich geh noch mal für euch gucken.... hehe

Hier noch ein paar Eindrücke von St. Andrews:










*über den schon Paul McCartney sang. Der hat übrigens geheiratet am letzten Wochenende. Ringo war auch da. Und die Polizei, denn ein Nachbar hatte die Sicherheit gerufen, weil die Leute zu viel Spaß hatten und laut wurden. Der war bestimmt nur sauer, weil er nicht eingeladen war. Woher ich das weiß? In Berlin gibt es in der Untergrundbahn das "Berliner-Fenster" und hier gibt es in den Bussen die "Metro", eine kostenlose Zeitschrift, die mich arg an die Bild erinnert. Ich nehme sie mir aber immer weil sie a.) kostenlos und b.) Sudokus enthält, die ich dann auf der langen Fahrt zur Arbeit machen kann