Donnerstag, 22. September 2011

Es geht noch weiter...

... aber davon ein andermal mehr. Diese Geschichtsstunde eben hat mich zu sehr geschlaucht. :)



(Nicht zu Hause versuchen - diese Briten)

Gute Nacht und träumt was feines!
Eure Rike

Rike proudly presents.... "Weekend-Adventueres"

Geschnarcht. Geschnarcht hab ich erst einmal den halben Samstag. Das war toll. Dem Regen lauschen und wissen, dass man eigentlich nicht aus dem Bett muss. Es sei denn, man will eine königliche Gabel vom Tisch der Queen mopsen. Und, ihr kennt mich, es gibt für mich nichts schöneres, als ärger zu machen.
Also bin ich dann doch los. Und musste erst einmal ziemlich kichern als ich in den Souvenirshop (da bekommt man auch die Eintrittskarten) gekommen bin. Es gibt königliches Porzellan, mit Blumen in allen möglichen Farben, sehr schick. Dann gibt es auch das Hochzeitsgeschirr (Teller, Tassen, Messer, Gabel, Löffel, Servietten und Töpfe) mit den Initialen des Prinzen William und seiner Frau Catherine. Bezaubernd. Aber es gibt auch Seife und natürlich von jedem aus dem Hause Windsor eine Postkarte. Ich hab mir gleich drei gekauft. Ein und dieselbe. Ihr dürft raten. "10 Gewinner werden ausgelost und bekommen eine kleine Belohnung" (1 Postkarte).
Also, dass nun ist das berühmte Schloss:
Holy-rood heisst Heiliges-Kreuz



Und: auch hier war schon der Papst. Das war aber nicht der Grund, warum ich da unbedingt hin wollte. Nein, nein. Aber ins Schlafzimmer von Harry bin ich leider auch nicht gekommen. Das liegt in der zweiten Etage und die Aufgänge waren gut gesichert. Überall Personal. So was blödes. Dafür war ich aber im Esszimmer, dass auch heute noch von der Queen genutzt wird. Uuh. Am beeindruckendsten fand ich allerdings die Kammer von Maria Stuart, in der ihr Privatsekretär David Rizzio vor ihren Augen erstochen wurde ( mit 56 Dolchstößen). Mein Reiseführer sagt, dass man Mitte des 19. Jahrhunderts noch einen Blutfleck gezeigt hat, jetzt markiert die Stelle nur noch eine Messingplakete. Wie langweilig.
Aber es passierte in dem Turm, da, links. Naja.
Abschließend kommt man dann noch in die Abtei. Früher war das nämlich ein Kloster, bis sich der eine König überlegt hat, daraus einen Palast zu machen. Gegründet wurde es aber auch von einem König, auf Drogen wie mir scheint, denn er will einen Hirsch gesehen haben, mit einem Kreuz im Geweih (Moment, das Bild kenn ich. Na klar. Jägermeister! Nun wird mir einiges klar. Neben dem Holyrood-Palace steht auch das Parlament und - wie ich letzten Samstag oder wann auch immer schrieb - stand da früher eine Brauerei. Zwar nicht für Jägermeister, aber Alkohol war hundert Pro(mille - wenn Sie mir den Scherz erlauben) im Spiel. Das da die Historiker noch nicht drauf gekommen sind. Wahrscheinlich wissen sie's, wollen aber den Mythos aufrecht erhalten...). Nun, darauf hin wurde ein Kloster gebaut (und wir wissen alle aus dem Geschichtsunterricht, dass Mönche gerne "Einen" tranken), in dem der König, übrigens hieß der gute Mann David I., oft zu Besuch war. Sein Nachfahre in ich-weiß-nicht-wievielter Generation, Charles I., hat das Kloster dann zu einem Schloss umbauen lassen, war aber selber nie dort. In dem Palast konnten Steuerschuldner Unterschlupf finden. Das Kloster hatte seine eigene Rechtsprechung und beherbergte zahlreiche Steuerhinterzieher - heute nicht mehr.
Wow, das war jetzt aber wirklich ganz schön viel Geschichte. Darum jetzt nur noch ein paar schöne Bilder von dem Kloster, also dass was davon übrig blieb - die Ruine der Kirche - und dem Park, in dem die Queen in jeder ersten Juni-Woche des  Jahres zur Party lädt.






                      



PS: Natürlich hätte ich auch gerne Fotos vom Wohnzimmer gemacht und alles, aber im Schloss ist Foto-Verbot. :(

Jetzt will ich euch mal was erzählen

Letzte Woche sah das alles noch so nach nichts aus auf der Arbeit. Ein ewiges Hin und Her, aber nichts konkretes. Ja klar, ich durfte unten im Keller Bücher rücken und die Karteikarten im Karteikasten zählen (und eine Strichliste machen, welche Noten, die darauf erwähnt wurden, wo gedruckt wurden und in welcher Sprache). Ja super.
Aber diese Woche!!! Diese Woche sieht das alles schon ganz anders aus. Endlich hab ich katalogisieren gelernt (nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch)!!
 Am 1. Oktober findet in der Usher Hall... aber davon hab ich ja glaub ich schon mal geschrieben, gell?
Na, also da findet ein Konzert zu Ehren von Berlioz statt und da stellt die Bibo ein paar Artefakte zur Verfügung. Gestern haben wir dazu ein Poster erstellt. Es ist auch wirklich beeindruckend, wenn man sich überlegt, einen Cheque, einen Brief oder das selbstgezeichnete Portrait seiner Liebsten in der Hand zu halten.
Ich darf dann also dabei stehen  in der Royal-Albert-Hall des Nordens und vielleicht erhasche ich auch etwas von der Melodie seiner Sinfonie. Der 1. Oktober ist zwar ein Samstag, aber das macht nichts, denn dafür bekomm ich am 7. Oktober frei und kann mit meinem Bruder (das ist der, der hier immer so alberne Sachen schreibt - Hallo? Das ist ein seriöser Block, äh, Blog!) Schabernack machen. Auch nicht schlecht.
Dienstag war ich auch noch in der Abteilung "Rare Books" und die sind wirklich rar. In einem Safe der in einem der Hochsicherheitsräume ganz unten verborgen steht, liegen zwei Bücher. Das eine ist eine der ersten Gutenberg-Bibeln von 1452, das andere ein Buch aus China, datiert auf das Jahr 750. Das ist atemberaubend. Es gibt dort in den Räumen noch viele andere seltene und schöne Bücher. Mit Silber verziert, jede Seite ein Unikat, weil die Anfangsbuchstaben der Seiten noch per Hand bemalt wurden. Bücher, so groß wie ich und Bücher, so klein wie mein kleiner Zeh. Ein bisschen finde ich macht es auch traurig, denn wer kann denn diese Kunst dann heute noch bewundern, wenn sie immer eingeschlossen sind? Na klar, ich versteh das voll und ganz, dass sie geschützt werden müssen. Aber schade ist es dennoch. Heute war ich in den Reprographic Studios. Das heisst da, wo alle Kopieraufträge hinlaufen. Willst ne Kopie? Schreib ans Reprographic Studio. Sie haben eine unglaubliche Menge an Kameras, um die Bücher so schonend wie nur möglich zu digitalisieren. Dort entstehen dann auch die Plakate und Poster für Veranstaltungen, also auch das Berlioz-Poster.
Morgen geht es dann noch weiter mit dem Katalogisieren und Digitalisieren. Und dann ist auch schon wieder Wochenende und meine Svenni kommt mich besuchen. Juchu.

Samstag, 17. September 2011

Einer von vielen:

Jetzt geht's dahin

Zu Harry...



...wenn er da ist. Was ich nicht hoffe, denn dann ist das Schloss für Besucher geschlossen. Natürlich nicht für mich. Dann werf ich solange mit Steinchen an sein Fenster, bis sie mich zu ihm lassen (oder einkerkern). Ich muss nur noch rausbekommen welches seine Zimmer sind...




See You.

Rike

Lunchtime

Wenn Lunch-Time ist und die Sonne scheint, hatte ich ja schon gesagt, geh ich manchmal auf den Friedhof. Dort ist es wirklich schön. Hier auch mal ein paar Bilder von meinem Mittags-"Tisch".





Vor...

... und nach dem Essen

In der Woche...

arbeite ich für gewöhnlich. Klingt komisch, ist aber so.

In der letzen Woche hab ich so einiges über den Katalog und die Datenbanken, die in der NLS Anwendung finden, gelernt. Furchtbar anstrengend. Aber auch gut. Denn jetzt hab ich so langsam eine Ahnung worum es hier geht. :)
Zum größten Teil hab ich mich mit dem Zettelkatalog befasst. Um ehrlich zu sein gibt es darüber nicht viel zu erzählen. Nächste Woche wird es, denke ich, spannender. Dann werde ich in den andere Abteilungen herumgeführt und bekomme endlich mal einen Gesamtüberblick. Mein Terminkalender ist schon ganz schön voll. Was ich wiederum auch ganz schön finde.