Montag, 3. Oktober 2011

Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag ...

Das waren fröhliche Tage. Wir waren im Writers Museum, wo original Artefakte von Scott, Burns und Stevenson ausgestellt sind. Und auch "Our Dynamic Earth" haben wir einen Besuch abgestattet. Wirklich etwas neues konnten wir nicht lernen, aber der Aufbau und die Gestaltung ist einfach klasse. Es geht um die Entstehung unserer Welt am Beispiel Schottlands. Voll schön. Eigentlich wohl eher mehr für Kinder gedacht. Aber ich hab mich köstlich amüsiert. Inklusive waren ein 3D-Film bei dem es wirklich auf uns herunter schneite, ein Regenwaldschauer (was auch immer das mit Schottland zu tun hatte) und ein Film über Astronauten. Hat auch nicht wirklich etwas mit Schottland im eigentlichen Sinne zu tun, wurde aber von Ewan McGregor gesprochen und schottischer geht's dann ja wohl nicht mehr. :) (eine Kollegin hier hat ein Foto auf dem Schreibtisch zu stehen, mit ihr und Ewan. Und letztes Jahr waren auch Sean Connery und Michael Palin zu Besuch - und wo war ich?) Zuerst lernt man alles ueber Naturkatastrophen und wie sie entstehen. Man kann sogar sein eigenes kleines Erdeben erzeugen, wenn man auf einer Platte hopst. Mit dem Fahrstuhl geht es dann zurueck in der Zeit. Man wird von einem Raum in den naechsten gefuehrt und es gibt viel, viel zu entdecken. Durch Vulkane und verschiedene Eiszeiten hindurch. An einer Stelle kommt man an einem richtigen Eisberg vorbei. Es war frostig kalt. Dann gingen dort ploetzlich die Lichter aus und die Polarlichter erschienen.
Wir sind am Strand entlang spaziert und habe viel gegessen... und noch mehr gegessen! Zum Beispiel im "Elephant House" (Rike berichtete). Dort war es wirklich sehr lecker. Gute Tortilla und super leckerer Schoko-Kirsch-Nuss-Kuchen. Schmatz.
Svenja war auch noch im Royal Botanic Garden und hat dort viel Zeit verbracht, während ich auf Arbeit schmorte. In den Garten wuerde ich auch gern noch einmal, aber das Wetter wird immer schlechter (das stimmt nicht ganz, heute war es richtig warm, bestimmt so 14°).
Am Donnerstag war dann leider auch schon wieder Schluss mit lustig. Der Bus fuhr um 22:30 Uhr von der nun wieder offenen Busstation ab, kam am Samstag um 9:00 Uhr Ortszeit wieder in Berlin an und ich musste in mein leeres Zimmer zurückkehren. Herrje.
Lange Zeit, dass zu verarbeiten hatte ich allerdings nicht, denn die Arbeit rief. Am Freitag bereiteten wir dann den Berlioz-Study-Day vor. Das heisst, wir bereiteten die Ausstellung vor.
Samstag kamen dann circa 35 eingefleischte Berlioz-Fans in die Bibliothek um mit seinem Biographen, David Cairns (er hat sogar einen Wikipedia-Eintrag, beeindruckend, ich weiß), zu plaudern und Berlioz's Musik zu lauschen. David Cairns ist ein älterer Herr, der aber so voller Hingabe von Musik und Berlioz redet und einfach nur super nett und freundlich ist, dass man sich einfach nur wohl fühlt und gar nicht merkt, dass er insgesamt 5 Stunden redete. Am Ende gab es noch eine kleine Diskussionsrunde. In der ersten Reihe saß eine Inderin und allen, die Little Britain und die Fat Fighters kennen, sage ich nun, dass es sich im wirklichen Leben genauso abspielt. Die arme Frau hat ihren Satz bestimmt 5 mal wiederholen müssen und Mr. Cairns ist immer einen Schritt näher gekommen und hat sich zu ihr runtergebeugt. Ui. Ich musste mich sehr zusammen reißen.

Am Sonntag hab ich mich dann einfach nur erholt und bin noch mal, in Erinnerung an Svenja, ins "Elephant Café" gegangen und habe dort fast 3 Stunden verbracht. Es ist sehr gemütlich dort.
Und nun seid ihr wieder auf dem Laufenden und ich kann mir wieder etwas Zeit lassen mit Nachrichten. :P Vielleicht sollte ich das aber wieder regelmößiger betreiben. Dann bin ich später dann nicht so in Panik, weil mir gar nicht mehr einfällt, was ich alles getan habe. Nun, diese Zeilen, die nun aber vor euren Augen aufleuchten sind korrekt. Dafür stehe ich mit meinem Namen.

Und in meinem Namen gehe ich nun ins Bett und erwarte den morgigen Tag.

Cheers*, Rike




*"Cheers" bedeutet im britischen nicht nur "Prost", sondern auch "Danke schön" oder "Tschüss". Das erste Mal hörte ich Cheers im Bus jemanden zum Fahrer sagen und nun, da meine Ohren gespitzt sind für dieses Wort, höre ich es ständig und überall.

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