Dienstag, 18. Oktober 2011

Namen:

Nicht jeder meiner "Besucher" möchte mit richtigem Namen angeredet werden. Darum hier eine kleine List, um Verwirrungen zu vermeiden:



Katharina die Große et moi

Lord Reginald und Rosamunde-Schantall

Svenja / Svenni

Wo hab ich denn nur meine Liste?

Denn ich hatte mir eine gemacht. Damit ich noch ein paar wichtige Nacheintragungen vorbringen kann. Zuerst hatte ich überlegt, diese still und heimlich in den Text einzuarbeiten, aber das macht ja gar keinen Sinn. Weil ihr ja denkt, ihr hättet das alles schon gelesen (nicht wahr, habt ihr doch?) und dann lest ihr das ja nicht noch einmal. Wäre ja quatsch. Und dann schreib ich was lustiges und ihr lest das gar nicht und das wäre doppelt schlimm. Weil ihr etwas von meinem wunderbaren Witz verpasst und ich traurig bin, wenn ihr nicht mit mir mit lachen könnt. Das ist doch kein Zustand. Also ran an die Bouletten:
1. Als ich auf dem Arthur's Seat war und kurz eine Verschnaufpause einlegte, konnte ich zwei Sportler beobachten. Die gibt es dort zu hauf, dass ist nichts besonderes. Viele von diesen Knallköppen laufen (!) nach oben, tippen einmal den Stein auf dem Gipfel an und laufen dann schnurstracks wieder hinunter um wieder von vorne anzufangen. Diese beiden Exemplare waren aber noch durch geknallter. Zuerst machten sie einen Wettlauf zum Gipfel. Bis hierhin noch alles... "normal"... oder zumindest im Rahmen. Später sah man dann den einen den anderen tragen. Zuerst dachte ich, dass etwas passiert wäre und er nicht mehr laufen konnte. Doch nach einer kleinen Weile wurde ich, und auch ein paar andere Schaulustige, eines besseren belehrt. Denn nach der Hälfte der Strecke setzte der Läufer den getragenen ab und die Rollen wurden getauscht. Am gegenüberliegenden Hügel angelangt ging es gleich weiter mit Dehnübungen und Liegestütze. So richtig mit klatschen zwischen den Zügen. Ich wusste nicht ob, ich lachen oder weinen sollte, bei solch einer Wahnsinnstat. Ich hab mich dann entschieden, kopfschüttelnd aber schmunzelnd von dannen zu ziehen. Sah bestimmt sehr gekonnt aus.
2. Als meine Svenni hier war, ging es den einen Tag in einen Scherzartikelladen. Wir hatten uns mehr davon versprochen. Es gab das übliche Zeug wie Hundelosung, Plastik-Mageninnereien und abgehackte Finger. Beim Hinausgehen, auf der 'Push' stand, die sich aber nach Innen öffnete, sah ich an der Tür eine 1-Pfund-Münze aufblitzen und sagte: "Oh, das hat jemand einen Pfund verloren." Haha, da kommt der Witz: War natürlich festgeklebt. Svenni hat sich etwas über mich lustig gemacht. "Rike, das ist ein Scherzartikelladen!" Nach einer Weile meinte sie dann nachdenklich: "Ich dachte 'Push' heißt drücken, aber die Tür musste man gerade ziehen." Haha (so hieß auch der Laden, wie überaus passend), war natürlich nur ein Scherz von den Witzbolden in dem Laden. Tz.
3. Am Wochenende war meine Schwester da. Das war sehr schön. Wir waren noch einmal auf dem Schloß und in "Our Dynamic Earth", wo die Geschichte Schottlands beleuchtet wird. Ihr erinnert euch. Klar, das ist sonst ziemlich teuer, aber an diesem Wochenende hatte ich die Pässe bei mir, die mir und einer Person meiner Wahl freien Eintritt garantieren. Also, nichts wie hin. Da hab ich dann noch einmal ein bisschen geknipst. Einige Resultate seht ihr nun:

Edinburgh Castle

Wie gut, dass die nicht mehr in Benutzung ist...

Neben der Kammer, in der Maria Stuart ihr einziges Kind, James VI. von Schottland und James I. von England, der Souvenirshop, in dem man William Wallace und Robert the Bruce erwerben kann (der übrigens auch auf dem schottischen 10 Pfundschein abgebildet ist. Keine Queen)

In dem Ballsaal finden nun jeden Tag um 1 Hinrichtungen statt. Heute wie damals sehr gut besucht und ein wahrer Zuschauermagnet. Es wurde auch die Hand eines Diebes herumgereicht und eine Art Maulkorb mit integrierter Leine für geschwätzige Frauen. Aber keine Angst, der Typ der da baumelt ist nicht echt, er hat sich zumindest nicht bewegt. Bei dem Typen auf der Lanze bin ich mir nicht sicher... 

Danach dann zu "Our Dynamic Earth":
man wird in einen Fahrstuhl gesteckt der dann mit einem bis zum Urknall zurück reist. Dann kann man vom Raumschiff aus die Entstehung des Universums beobachten. Einen Vulkanausbruch (es dampft und die Erde wackelt und alles rot von Lava) und eine der vielen Eiszeiten. Danach wird man in die sumpfige Dinosaurier-Welt entlassen, mit dem wichtigen Hinweis:
Bitte nicht die Ursuppe berühren. Dies könnte den evolutionären Prozess verändern! Danke 
Da hat jemand sich nicht dran gehalten und die letzten Dodos zum Abendessen an die Tür gehangen

Der Eisberg. Als ich das erste Mal hier war, war er größer... Auch hier  macht die Klimaerwärmung keinen halt

letztes Mal konnte man in diesem Raum auch Polarlichter beobachten.  Gab's leider nicht. Aber dieses Motiv ist auch sehr schön. :)
Danach ging es dann in einen 4D-Film, in dem es wirklich auf uns hinunter schneite und dann der Astronautenfilm mit Ewan MacGregor.

Das war auch ganz schön anstrengend und auf jeden Fall genug für einen Tag. Am Montag hat es in strömen geregnet. Leider musste ich die Pässe früh wieder auf Arbeit abgeben. Nun ja. Wir steckten dann 2 1/2 Stunden im Elephant House - ich finde, es zeichnet sich schon eine Stamm-Café-Bildung ab. Als wir uns endlich aufraffen konnten, regnete es natürlich noch immer. Aber wir waren schlau und sind schnell gegenüber in das National Museum of Scotland. Blöd, dass es der erste Tag der Herbstferien war. Es waren ziemlich viele Kinder unterwegs und ich bin an viele Spielsachen gar nicht richtig ran gekommen. Fand ich voll gemein! Im Großen und Ganzen wie auch im Detail ist es aber ehr gut. Es gibt Musikinstrumente aus allen möglichen Ländern auszuprobieren und lustige Spiegel und Roboter.

Ganz schön frech

Fliegende Fische

Elfe? Kobold? - Natürlich ersteres! :)

Ein Abstecher im Souvenirshop darf nicht fehlen. Hier sehen Sie die neueste Wintermode. Der letzte Schrei! 
Nach so einem Tag ist man dann auch ganz schön geschafft. Kaffe beziehungsweise Tee trinken und noch in ein Museum. Puh. Darum sind wir dann erst mal einen Kaffe beziehungsweise Tee trinken gegangen. Um uns zu erholen. Allerdings nicht im Elephant House, wie der ein oder andere vielleicht vermutet hat. Der Plan war dann zum Hafen, also nach Leith zu fahren. Ich spiele immer noch mit dem Gedanken, mir die Royal Yacht Britannia anzuschauen. Allerdings hat das Schiff nur bis um 4 auf. Als wir dort ankamen sind wir auch erst einmal zum Mittag / Abendbrot übergegangen. Es war ein anstrengender Tag und wir waren schon so lange auf den Beinen... Auf dem Weg dorthin wurden wir zuerst von einem unglaublich netten Busfahrer komplett nass gespritzt. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle. Als wir aus unserem Bus in Leith dann ausgestiegen waren und die Strasse überquerten, achtete ich zu sehr auf die Autos (mach ich sonst nicht - man soll seine Gewohnheiten doch nicht ändern) und "übersah" die riesige Pfütze. Ich hatte gerade noch Zeit kurz aufzuschreien bevor ich bis zu den Knöcheln im Wasser stand. Ein äußert flüssiger Tag. Ich wünscht, dass könnte ich auch von meinem Konto behaupten.

Heute Morgen, äh, Nacht, ging dann aber auch schon wieder die Stippvisite von Katharina der Großen vorbei. Mein letzter Gast hier oben im Norden.
Doch, immerhin, nur noch 11 Tage, dann schnuppere auch ich wieder Berliner Luft (Mmmh, Hundemief). Die Zeit hier verging ziemlich schnell. Auf Arbeit heute allerdings nicht. Um 10 vor 3 machten wir uns auf den langen, dunklen Weg. Aber nicht nur dass ich dadurch heute schon um 15 Uhr nach Hause gehen konnte und von meinem Schreibtisch aus den Sonnenaufgang beobachtete, ich bin auch um eine wesentliche Erkenntnis reicher geworden: Niemals so früh aufstehen!!!!! Was ich leider an meinem letzten Tag hier tun muss. Denn gestern hatte ich frei. Aus dem einfachen Grunde, dass ich nächsten Freitag ganze 15 Stunden für die Arbeit auf den Beinen sein werde. In Aberdeen ist eine Konferenz zum Thema OPACs und danach kann ich mir noch die Universität anschauen. Eigentlich ganz hübsch, aber um 5:30 geht der Zug und um 21:28 sind wir dann erst wieder da. Wie auch immer....
Das Sudoku hab ich heute morgen nicht geschafft. Dann habe ich etwas von meinem Tee verschüttet. Als ich endlich wieder in der Stadt war und mir eine weitere heisse Schokolade holen wollte (es ist heute sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr kalt hier), wollte dann auch der Tee... na, ich habe mich auf jeden Fall in der Kabine sehr beengt gefühlt und bin dann mit meiner Hand gegen die Ecke des Klopapierhalters. Ein blauer Fleck, ein bisschen Abschürfung und eine kleine aber tiefe Wunde sind das Überbleibsel dieses morgendlichen Abenteuers. Denjenigen unter euch, die mich gut kennen, muss ich nun nicht noch erzählen, dass ich mit dem Kakao kleckerte, auf meine neue Leggins... Tja. So ist das.
Auf Arbeit war ich aber sehr tapfer und mein einer Kollege meinte am Ende, dass er das sehr erstaunlich findet, dass ich nicht eingeschlafen bin. Er wollte mich wecken, falls ich doch mit dem Kopf auf der Tastatur lande. Fand ich sehr nett, denn das hinterlässt immer so hässliche Abdrücke auf Stirn und Wange. Na, Aber ich hab's auf jeden Fall geschafft und nun ist es auch schon wieder Schlafenszeit und ich schon wieder zu lange wach. Dabei wollte ich unbedingt noch Tatort gucken.

Das habe ich sehr hübsch eingefädelt, habt ihr das bemerkt? Die Spannung auf das Loch Ness Monster steigt ins unermessliche. Aber das dann später in der Woche (noch etwas, dass ich dazu gelernt habe: nicht sagen, ich schreibe morgen, sondern demnächst).


Freitag, 14. Oktober 2011

"Küss mich, Kate"

... hat William wahrscheinlich genau hier gesagt:



Dieser hübsche Pavillon steht nämlich in St. Andrews, der Stadt in der sich die beiden kennen und lieben gelernt haben und wir unseren Freitags Ausflug hin gebucht hatten. Ich hoffe ihr verzeiht mir, dass ich kein Foto von der Plakette gemacht habe, die in dem Universitätsmuseum hing und auf eben diese Tatsache aufmerksam gemacht hat. Faszinierend, ich weiss. Aber der Reihe nach:
An besagtem Freitag, dem 7. Oktober, schien dann auch für uns die Sonne. Es ging um 8:45 los. Was eine kleine Schweinerei ist, denn ich musste an meinem wohlverdientem freien Tag sogar noch früher aufstehen als üblicherweise, ich wollte nämlich noch ein paar schöne Brote schmieren mit Mull-of-Kintyre-Käse*, Tomaten und Heidelbeermarmelade aus dem Lidl. Also ein Brot mit Käse und Tomaten und das andere mit Marmelade, sodass jeder zwei hatte. Klar soweit? Aber was halte ich euch hier mit Stullen schmieren auf...
Zwischendurch machten wir dann immer mal wieder in kleinen Fischerdörfern halt. Das heisst unser erster Halt war noch in Edinburgh, am Firth of Forth, dem Fjord von Edinburgh und wir schauten auf die Golden-Gate-Bridge-Europas. Unser Busmensch erzählte, dass, als die Brücke so um 1908 gebaut wurde, jemand dafür angestellt war, die Reste der Bauarbeiter, die von der Brücke fielen, wegzuräumen. Was für ein undankbarer Job.

Die Firth of Forth Bridge 
und unser Bus. Niedlich, oder?


Einer alten Geschichte nach, heißt es, dass jede Brücke, die über diesen Fjord gebaut wird, verflucht ist. Darum haben sie einfach das letzte Teil der Brücke nicht eingesetzt (ich nehme an, es war kein wichtiges, tragendes Teil) und somit ist sie keine wirkliche Brücke und seit über 100 Jahren geht alles gut. Da frage ich mich, ob die das bei der Autobrücke (denn die oben abgebildete ist nur für Züge) auch gemacht haben. Die steht seit den 1960ern und muss nun aber abgerissen und neu gebaut werden, weil sie langsam zu zerfallen droht. Prima.

So. Dann ging es in das Kingdom of Fife. Ich find es ganz lustig, denn es gibt auch eine Militärflöte die so heißt. Nicht Kingdom aber Fife. Ich hatte das gerade in dieser Woche gelernt und schwubs, taucht es wieder überall auf. Obwohl ich nicht glaube, dass das Königreich und das Musikinstrument etwas miteinander zu tun haben. Aber wer weiss!?
In dem einen Fischerort haben wir dann sozusagen eine kleine Teepause eingelegt. Und sind in ein umgebautes Wohnzimmer gestolpert. Es war urig. Ein brummiger älterer Herr scheint seine Rente etwas aufbessern zu wollen und bietet viele typisch schottische Leckerbissen an. Die Kanne Tee hat auch nur 80p gekostet. In dem Café des Jahres (so gut wie alles in diesem Ort hatte schon mal etwas gewonnen) 2004 kostete ein Kaffee glatt 3 Pfund. Halsabschneider. Aber so war es auch viel schöner und interessanter.
Danach ging es weiter nach St. Andrews. Unterwegs begegneten wir noch ein paar ausgebüchsten Schafen, die es sich in einem Salatfeld gemütlich gemacht hatten. Da lagen dann 10 Schafe zwischen den abgefressen Köpfen, genossen die Sonne und ihre voll gefressenen Mägen und drei frassen sogar noch fröhlich weiter. Der arme Bauer. Und der arme Schäfer, der dafür aufkommen muss.

St. Andrews ist ja auch das Golfer Paradies. Der Busfahrer sagte uns, dass wir unbedingt auf die eine Brücke des Golfplatzes gehen und ein Foto machen sollten. Jeder namhafte Spieler würde dort Werbefotos machen und es sei die berühmteste Brücke des Golfsports. Wenn wir es nicht für uns täten, so meinte er, wenigstens für unsere Freunde, um Eindruck zu machen. Da musste ich ein bisschen schmunzeln. Ich hoffe es fühlt sich jetzt niemand auf den Schlips getreten oder ich reite mich da jetzt selbst in etwas rein, aber ich glaube ich kenne niemanden der so wirklich an Golf interessiert ist. Hoffe ich. Das einzige, was ich an dem Ort noch ganz spannend fand, war das Sean Connery hier wohl öfter mal herkommt und das auch John Cleese hier studiert. Letzteres finde ich ja persönlich am besten. Für alle Unwissenden unter euch. John Cleese ist der lange von Monty Python! Es war ohnehin ein Monty Python geprägtes Wochenende. Doch dazu später mehr.
Die Stadt an sich ist so gut wie nur mit Studenten bevölkert. Was meinte der Fahrer noch gleich? Achja. St. Andrews hat 6.000 Einwohner. 2.000 sind Einheimische, der Rest ist Studenten. Natürlich kommen hier aber nur die ganz reichen Studenten her. Die meisten fahren wirklich sagenhafte Oldtimer und die super teuersten Schlitten. Die Jungs tragen alle Lackschuhe und Armani oder anderen Designer-Schnickschnack. Schrecklich. Viele Eltern kaufen (!) ihren Kindern hier ihr eigenes Haus, denn die Wohnheime dieser Eliteuni sind ja mit Sicherheit unterstes Niveau.
Schön fand ich noch die alte Burg, die nur noch in Ruinen zu sehen ist und nun als Friedhof dient. Und dann war es auch schon wieder Zeit für die Heimreise. Abends waren wir dann in Edinburgh noch in einer Bar und lauschten rockiger Musik. In dem Pub hingen viele Bilder von berühmten Leuten, wie John Lennon, Bob Geldorf, Bob Dylan, Jimi Hendrix und und und. Auch drei Song-Zitate von berühmten schottischen Musikern:

"Why does it always rain on me? Is it because I lied when I was seventeen" (Travis)
"Lochaber no more, Sutherland no more, Lewis no more, Skye no more" (The Proclaimers, die sind soooo witzig. Ihr müsst das mal youtuben. so schlecht, dass es schon wieder gut ist. Das Lied heisst Letters from America)
"..."(...)  An das letzte kann ich mich gerade nicht erinnern. Aber ich geh noch mal für euch gucken.... hehe

Hier noch ein paar Eindrücke von St. Andrews:










*über den schon Paul McCartney sang. Der hat übrigens geheiratet am letzten Wochenende. Ringo war auch da. Und die Polizei, denn ein Nachbar hatte die Sicherheit gerufen, weil die Leute zu viel Spaß hatten und laut wurden. Der war bestimmt nur sauer, weil er nicht eingeladen war. Woher ich das weiß? In Berlin gibt es in der Untergrundbahn das "Berliner-Fenster" und hier gibt es in den Bussen die "Metro", eine kostenlose Zeitschrift, die mich arg an die Bild erinnert. Ich nehme sie mir aber immer weil sie a.) kostenlos und b.) Sudokus enthält, die ich dann auf der langen Fahrt zur Arbeit machen kann

Nächster Besuch, selbe Rike

Es war eine ganz schöne Tortour mich am Montag aus dem Bett zu schälen. Plötzlich war es kalt und grau und ich musste früh -zu früh- wieder zur Arbeit hetzen. Allerdings mit der schönen Gewissheit, dass dies eine kurze Woche werden würde. Durch den tollen Samstag bekam ich ja 1 1/2 Tage frei (Rike berichtete). Am Donnerstag durfte ich dann auch schon um 12 Uhr das Gebäude verlassen. Unter neidischen Blicken der Wachleute und anderer Angestellter. Haha.
Ich wollte mich mit meinem Bruder und seiner Freundin (wenn die Rechte geklärt sind, bekommen sie vielleicht auch Namen*) an ihrem Hotel, Hostel.... an ihrer Unterkunft treffen. Nach einem kleinen Durcheinander (ich will jetzt auch gar nicht sagen, wer vergessen hat, sich vorher zu erkundigen wo das liegt oder wer zu verwirrende SMS schreibt, als das sie verstanden werden könnten... Püh) haben wir uns und das Haus dann jedoch gefunden und sind gleich erst einmal in einen Pub. Ich hab aber keinen Alkohol getrunken. War ja erst halb zwei. Die Kellnerin war wirklich äusserst liebenswert. Ein richtiger kleiner Sonnenschein. So, wie man sich eine Britin halt vorstellt vom Humor her. Sehr schön. Auf dem Weg dorthin haben wir auch DEN Schokoriegelladen schlechthin gesehen: Frittierte Mars-Schokoriegel, ganz in der Nähe von Bibis Cupcake-Laden. Wir haben uns aber benommen und wollten uns das für letzten Tag, also morgen, aufheben (und das haben wir auch geschafft. Wenn ich wieder in Berlin bin möchte ich ein paar Schulterklopfer). Während der Woche entdeckten wir dann auch noch einen solchen Laden in der Haupttouristenstrasse, der Royal Mile, gesehen. Schon seltsam. Da läuft man einen Monat jeden Tag diese Strasse entlang und dann ist er plötzlich da. Vielleicht ist das Joanne K. Rowling auch passiert und ihr ist so die Idee für den tropfenden Kessel gekommen. Es gibt hier aber auch so viele Shops und Restaurants, dass man schon mal eins übersehen kann.
Nun denn. Später stellte sich dann die Frage: Was tun? Was tun wenn man eigentlich mit einem Auto durch die Highlands will, es aber durch widrige Umstände und erhebliche Einwände von kontinentaler Seite nicht möglich ist? Also ab in die Touristeninfo. Leider waren alle 3-Tages-Fahrten schon ausgebucht. Also mussten wir umplanen und eine 1-Tages-Tour und eine 2-Tages-Tour buchen. Ist natürlich etwas teurer als so ein Auto, aber immer nur in Edinburgh sitzen ist auch nicht gut. Und gelohnt hat sich alle mal! Blöd war nur, dass ich meine extra für die Tour liebevoll zusammengestellten CDs nun nicht mehr gebrauchen kann. Na. Da steh ich drüber. *schnief*

Neugierig geworden? Dann lest im nächsten Heft, äh, Eintrag weiter! :)






* Die Namenswürfel sind gefallen: Siehe "Namen"

Verspätung

Ich bitte untertänigst um Vergebung.



So "schön" entschuldigt sich die Bahn bestimmt nie. :)

Montag, 3. Oktober 2011

Achtung:


 

No comment


Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag ...

Das waren fröhliche Tage. Wir waren im Writers Museum, wo original Artefakte von Scott, Burns und Stevenson ausgestellt sind. Und auch "Our Dynamic Earth" haben wir einen Besuch abgestattet. Wirklich etwas neues konnten wir nicht lernen, aber der Aufbau und die Gestaltung ist einfach klasse. Es geht um die Entstehung unserer Welt am Beispiel Schottlands. Voll schön. Eigentlich wohl eher mehr für Kinder gedacht. Aber ich hab mich köstlich amüsiert. Inklusive waren ein 3D-Film bei dem es wirklich auf uns herunter schneite, ein Regenwaldschauer (was auch immer das mit Schottland zu tun hatte) und ein Film über Astronauten. Hat auch nicht wirklich etwas mit Schottland im eigentlichen Sinne zu tun, wurde aber von Ewan McGregor gesprochen und schottischer geht's dann ja wohl nicht mehr. :) (eine Kollegin hier hat ein Foto auf dem Schreibtisch zu stehen, mit ihr und Ewan. Und letztes Jahr waren auch Sean Connery und Michael Palin zu Besuch - und wo war ich?) Zuerst lernt man alles ueber Naturkatastrophen und wie sie entstehen. Man kann sogar sein eigenes kleines Erdeben erzeugen, wenn man auf einer Platte hopst. Mit dem Fahrstuhl geht es dann zurueck in der Zeit. Man wird von einem Raum in den naechsten gefuehrt und es gibt viel, viel zu entdecken. Durch Vulkane und verschiedene Eiszeiten hindurch. An einer Stelle kommt man an einem richtigen Eisberg vorbei. Es war frostig kalt. Dann gingen dort ploetzlich die Lichter aus und die Polarlichter erschienen.
Wir sind am Strand entlang spaziert und habe viel gegessen... und noch mehr gegessen! Zum Beispiel im "Elephant House" (Rike berichtete). Dort war es wirklich sehr lecker. Gute Tortilla und super leckerer Schoko-Kirsch-Nuss-Kuchen. Schmatz.
Svenja war auch noch im Royal Botanic Garden und hat dort viel Zeit verbracht, während ich auf Arbeit schmorte. In den Garten wuerde ich auch gern noch einmal, aber das Wetter wird immer schlechter (das stimmt nicht ganz, heute war es richtig warm, bestimmt so 14°).
Am Donnerstag war dann leider auch schon wieder Schluss mit lustig. Der Bus fuhr um 22:30 Uhr von der nun wieder offenen Busstation ab, kam am Samstag um 9:00 Uhr Ortszeit wieder in Berlin an und ich musste in mein leeres Zimmer zurückkehren. Herrje.
Lange Zeit, dass zu verarbeiten hatte ich allerdings nicht, denn die Arbeit rief. Am Freitag bereiteten wir dann den Berlioz-Study-Day vor. Das heisst, wir bereiteten die Ausstellung vor.
Samstag kamen dann circa 35 eingefleischte Berlioz-Fans in die Bibliothek um mit seinem Biographen, David Cairns (er hat sogar einen Wikipedia-Eintrag, beeindruckend, ich weiß), zu plaudern und Berlioz's Musik zu lauschen. David Cairns ist ein älterer Herr, der aber so voller Hingabe von Musik und Berlioz redet und einfach nur super nett und freundlich ist, dass man sich einfach nur wohl fühlt und gar nicht merkt, dass er insgesamt 5 Stunden redete. Am Ende gab es noch eine kleine Diskussionsrunde. In der ersten Reihe saß eine Inderin und allen, die Little Britain und die Fat Fighters kennen, sage ich nun, dass es sich im wirklichen Leben genauso abspielt. Die arme Frau hat ihren Satz bestimmt 5 mal wiederholen müssen und Mr. Cairns ist immer einen Schritt näher gekommen und hat sich zu ihr runtergebeugt. Ui. Ich musste mich sehr zusammen reißen.

Am Sonntag hab ich mich dann einfach nur erholt und bin noch mal, in Erinnerung an Svenja, ins "Elephant Café" gegangen und habe dort fast 3 Stunden verbracht. Es ist sehr gemütlich dort.
Und nun seid ihr wieder auf dem Laufenden und ich kann mir wieder etwas Zeit lassen mit Nachrichten. :P Vielleicht sollte ich das aber wieder regelmößiger betreiben. Dann bin ich später dann nicht so in Panik, weil mir gar nicht mehr einfällt, was ich alles getan habe. Nun, diese Zeilen, die nun aber vor euren Augen aufleuchten sind korrekt. Dafür stehe ich mit meinem Namen.

Und in meinem Namen gehe ich nun ins Bett und erwarte den morgigen Tag.

Cheers*, Rike




*"Cheers" bedeutet im britischen nicht nur "Prost", sondern auch "Danke schön" oder "Tschüss". Das erste Mal hörte ich Cheers im Bus jemanden zum Fahrer sagen und nun, da meine Ohren gespitzt sind für dieses Wort, höre ich es ständig und überall.